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Klage hat sich gelohnt!

Marc-Dominic Boberg und Roland Schwab freuten sich außerordentlich darüber, dass ihre Klage gegen die Ablehnung eines Bürgerentscheides erfolgreich war und dankten ausdrücklich allen, die sie unterstützten!
Ihre monatelangen Bemühungen um den Erhalt des alten Krankenhauses würden mit dem Urteil des Würzburger Verwaltungsgerichts belohnt. Sowohl der Aufwand für das Bürgerbegehren, als auch der Entschluß sich ihr Recht, bzw. das von mehr als 2600 Unterzeichnern der Unterschriftenlisten, juristisch zu erkämpfen, wurden am Donnerstag vom Gericht als rechtmäßig anerkannt.

Initiator Marc-Dominic Boberg hoffe nun darauf, dass die Stadt dieses Urteil akzeptiere und einen Bürgerentscheid zulasse. Dies sei nicht nur für das alte Krankenhaus wichtig, sondern auch für das Rechts- und Demokratieverständnis so vieler BürgerInnen, welche dieses Anliegen unterstützt hätten und sich von der Ablehnung des Bürgerentscheides durch Verwaltung und Stadtrat enttäuscht bis entsetzt zeigten. Schließlich hätten sich selbst Gegener des Bürgerbegehrens von der äußerst zweifelhaften Verhinderung des Bürgerentscheides durch Stadt und Stadtrat verärgert gezeigt.

Es gehe nun darum den Menschen zu vermitteln, dass der Erhalt des alten Kankenhauses einem Gesundheitszentrum und den damit verbundenen Arbeitsplätzen nicht entgegenstünde. Ziel sei es in den kommenden Wochen und Monaten die noch nicht gewonnen BürgerInnen davon zu überzeugen, dass das architektonisch bedeutende Gebäude von 1930 als stolzes Zeugnis aus Schweinfurts Baugeschichte tatsächlich erhaltenswert sei.
Es ginge deshalb nicht darum, ob einem die 'Neue Sachlichkeit' gefalle, sondern rein um die Qualität der damaligen Planung und deren Bedeutung heute. Wichtig sei zudem, der heutige, sehr beeindruckende Erhaltungszustand so vieler originaler Details in diesem Gebäude.

Durch diesen Prozeß und dessen Urteil habe das Gericht bestätigt, dass das städtische Argument der steigenden Kosten nicht überzeuge.
Roland Schwab:“Wir haben zu Recht die Meinung vertreten, dass es Stadt und SWG bei ihrem Entschluß für einen Neubau und gegen den Altbau nicht um die Kosten ging. Schließlich habe der Prozeß gezeigt, dass die Stadt- und Wohnbau GmbH erstmalig im Juni 2010 ermitteln ließ, was ein Erhalt des alten Krankenhauses überhaupt kosten würde.“
„Wer keine Zahlen kenne, könne auch keine abwägen!“ so Boberg.

Beide GRÜNE hofften nun, dass möglichst viele BürgerInnen durch die schwere juristische Niederlage der Stadt Schweinfurt erkennen würden, dass der Abriß des alten Krankenhauses nicht auf sachlich-vernünftigen Argumenten seitens Stadt und der SWG basiere, sondern tatsächlich auf Willkür und einem schwachen, nicht wirklich durchdachten Konzept. Nicht ausschließen wollten Schwab und Boberg darum auch, dass sie gerade wegen des schlechten Verhaltens der Stadt bei der Ablehnung des Bürgerentscheides, viele neue SympatisantInnen erhielten.

 
 

Architekturhistorikerin
Suse Schmuck hat ihre
Rechererchen über das
Alte Krankenhaus
vorgestellt.

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